Archiv für August 2009
Die Krankheitslehre der Miasmen
Hahnemann hatte zu Zeit große Erfolge in der Behandlung akuter Krankheiten mit Hilfe der damals bekannten und erforschten Arzneimittel.
Das war für sich genommen schon eine erstaunliche Leistung, da es zu seiner Zeit weder Schmerzmittel noch Antibiotika etc. gab und vielen Menschen an „ banalen“ bakteriellen und viralen Infektionen starben. Aber diese Resultate waren für Hahnemann nicht genug. Er erkannte, dass viele Menschen an wiederkehrenden, hartnäckigen Symptomen litten, die vordergründig wie eine akute Erkrankung aussahen, aber durch die bis dahin bekannten homöopathischen Arzneien nicht behandelbar waren.
Er vermutete hinter diesen Prozessen chronische Krankheiten, die sich von Fall zu Fall mit einem anderen Gesicht zeigten. Chronisch bedeutet in diesem Zusammenhang nicht eine gewisse Zeitdauer der Krankheit, sondern eine hartnäckige Symptomatik, mit der der Mensch nicht aus eigener Kraft fertig werden kann.
Sepia officinalis zur Behandlung psychischer Belastungen
Das psychische Bild eines Menschen, der Sepia als homöopathisches Heilmittel braucht, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern durch eine hohe Leistungs- und Einsatzbereitschaft sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben gekennzeichnet.
Bewegung, sei sie körperlich oder geistig, ist eine wichtige Modalität für Sepia- Menschen, um sich in jeder Hinsicht gut zu fühlen. Seelische Empfindlichkeit und Verletzbarkeit wird durch viel Tun kompensiert.
Diese über Jahre geleistete Anstrengung führt irgendwann, wenn die Kraft weniger wird oder hormonelle Umstellungsphasen wie Klimakterium anstehen, zu einer psycho- physischen Krise. Diese wird, wenn nicht therapeutisch behutsam gegengesteuert wird, schnell auch zu einer Sinnkrise: das Ideal der ständigen Aktivität kann durch die Erschöpfung nicht mehr ohne weiteres aufrechterhalten werden.


