Homöopathische Behandlung des Lippenherpes (Herpes labialis)

 

Die meisten Primärinfektionen mit Herpes simplex –Viren ( HSV 1 ) erfolgen bereits im Kleinkindalter. Sie verlaufen in dieser Zeit meistens unbemerkt, selten (bei Vorliegen einer Immunschwäche ) als schwere Mundfäule (Stomatitis aphtosa).

 

Die Herpesviren bleiben ähnlich wie die Windpocken – ( Varizellenviren ) im Körper bestehen, und zwar im Bereich der sensiblen Nervenendigungen des Nervus trigeminus (V.Hirnnerv, der das ganze Gesicht innerviert ), häufig in der Gegend des Mundes und der Nase.

 

Bei ungünstigen Bedingungen wie fieberhafte Infektionen, Sonneneinstrahlung oder psychischen Belastungen gelangen die Viren über die Nervenendigungen wieder auf das Hautniveau, also in die Gegend um den Mund und verursachen das bekannte bläschenförmige Exanthem, den Lippenherpes.

 

Nach meiner langjährigen Praxiserfahrung bei Kindern und Erwachsenen ist die homöopathische Konstitutionsbehandlung hilfreich, um die Anfälligkeit für den Herpes in den Griff zu kriegen. Erfahrungsgemäß lässt die Häufigkeit des Auftretens dann deutlich nach.

Ergänzend wirksam sind die Einnahme von hoch dosiertem Vitamin C und Zink.

 

Die am häufigsten in meiner Praxis gebrauchten Arzneien bei Herpes-Erkrankungen sind:

–    Arsenicum album
–    Dulcamara
–    Graphites
–    Hepar sulfuris
–    Mezereum
–    Natrium muriaticum
–    Rhus Toxicodendron
–    Sepia
–    Thuja
–    Tuberculinum

 

Im Akutfall haben sich bei Kindern und Erwachsenen bewährt:

  • Echinacea- Urtinktur, lokal aufgetragen, daraufhin trocknen die Herpes – Bläschen rasch ein
  • Lomaherpan- Creme® ( Melissenextrakt ) hemmt die Ausbreitung der Virusinfektion von Zelle zu Zelle .
  • Einnahme von 2-3 g Vitamin C pro Tag

 

Wünschenswert ist natürlich die Langzeittherapie mit dem passenden individuellen homöopathisch Arzneimittel.