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Burn–Out, Stress und Schlafstörungen
Psychische Erkrankungen als Folgen von chronischem Stress, Schlafstörungen und das Burn-Out – Syndrom sorgen für steigende Fehltage bei den deutschen Arbeitnehmern. In einer kürzlich veröffentlichten Studie der DAK betrug der Anteil psychischer Erkrankungen etwa 11 % aller Fehlzeiten, damit hat sich der Anteil seit 1990 etwa verdoppelt. Betroffen sind Menschen in der Lebensmitte, bei denen Familienplanung, Aufbau einer Familie und Existenzsicherung viel Zeit und Kraft fordern.
Da sich die Rahmenbedingungen sowohl im Berufsleben als auch im Bereich der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und der finanziellen Lage in den letzten Jahren deutlich verschlechtert haben, fühlen sich viele Menschen dem täglichen Druck nicht mehr gewachsen.
Überlastungssyndrome, depressive Episoden, Anpassungsstörungen und Burn – Out sind damit nahezu vorprogrammiert und können zu längeren Krankschreibungen führen.
Homoeopathie versus Schulmedizin
In diesem Artikel soll ein besonders wichtiger Aspekt in der Unterscheidung von homöopathischer Medizin und schulmedizinisch- allopathischer Medizin untersucht werden.
Es geht um den so genannten homöopathischen Arzneischatz. Hier besteht ein enger Zusammenhang mit den Naturheilmitteln und den Arzneimitteln der traditionellen Volksmedizin.
In einer Zeit, in der chronisch kranke Menschen immer mehr Therapieschäden durch chemische Medikamente erdulden müssen, kann in vielen Fällen die ergänzende Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln Nebenwirkungen abschwächen oder ganz vermeiden helfen.
Das psychische Bild von Cimicifuga
Cimicifuga, die Traubensilberkerze, ist eine alte Arzneipflanze aus Nordamerika und wurde dort mit langer indianischer Tradition und Heilwissen im Bereich der Entbindung eingesetzt. Sie hat einen breiten Wirkungskreis für gynäkologische und hormonelle Probleme.
Die Hauptwirkrichtung der homöopathischen Arzneimittels bezieht sich auf die Bereiche:
- Gemüt - Weibliches Hormonsystem - Verdauungstrakt - Stütz- und Bewegungsapparat.
Die homöopathische Behandlung des Heuschnupfens
Heuschnupfen ist das Zeichen eines tiefer liegenden Ungleichgewichts im Immunsystem und verursacht oft über mehrere Monate eine deutliche Befindensstörung des Patienten. Daher braucht man zur Heilung der Pollinose eine konstitutionelle Verschreibung. Die Krankheit kann allerdings recht hartnäckig sein und man braucht 3- 4 Saisondurchläufe, bis sie vollständig ausgeheilt ist.
Während der akuten Phase kann neben dem Konstitutionsmittel auch ein Akutmittel gebraucht werden, wenn sehr beeinträchtigende Beschwerden vorliegen.
Typische Konstellationen und deren Therapie :
Behandlung der Sykose mit Impfbelastung
Fallbeispiel für eine erworbene sykotische Belastung in Verbindung mit einer Vakzinose. Aktuelle Symptome bei Erstanamnese zeigten sich durch immer wiederkehrender Blasenentzündungen, Scheideninfektionen und einer allgemeinen Immunschwäche.
In der Familienanamnese findet man eine Lungentuberkulose, Nierensteine, Rheuma, Krebs, Alkoholismus, Hautkrebs und Morbus Parkinson.
Um herauszufinden, ob die Patientin an einer erworbenen oder genetischen Immunschwäche leidet, ist die Erhebung der Impfanamnese sehr wichtig.
Behandlung der hereditären Syphilis
Aktuelle Symptomatik der Fallstudie: Aufplatzen der Haut an beiden Händen und starke schmerzhaften Rissigkeit der Finger und Hände, besonders in der kalten Jahreszeit.
In der Familienanamnese findet man
- Krebs - Alkoholismus - Chronische Knochenschmerzen im Gesichtsbereich - Einen Todesfall durch ein perforiertes Magengeschwür
Die Bedeutung von Arnica montana für den Wintersport
In den Wintermonaten von Weihnachten bis Ostern sind das Skifahren, das Scateboarden oder einfach Schlitten fahren und Wandern bei jung und alt sehr beliebt. Der Erholungswert eines Urlaubs im Schnee ist sicherlich sehr groß.
In meiner homöopathischen Praxis erfahre ich allerdings auch immer wieder die Schattenseiten dieser beliebten Freizeitbeschäftigung. Abgesehen von den vielen Unfällen, mit denen meine Patienten aus den Ferien zurückkommen, beobachte ich folgende Phänomene, bei denen mir das homöopathische Medikament Arnica montana immer wieder gute Dienste geleistet hat.
- Aufgrund der oft fehlenden langsamen Höhenanpassung, verbunden mit einer vergleichsweise starken körperlichen Belastung durch den Wintersport, kommt es bei sensiblen Menschen, besonders auch Kindern, oft zu heftigem Nasenbluten. - Andere Menschen bekommen in der Höhe, der Kälte und bei körperlicher Anstrengung ,die sie eben von zuhause nicht gewohnt sind, starke und über Tage anhaltende Kopfschmerzen.
Homöopathie bei seelischen Störungen
Die Homöopathie kennt schon lange ihren Wert für die Behandlung psychischer Störungen und seelischer Belastungen.
Die individuelle Zuwendung und die nicht unter Zeitdruck stattfindende Befragung des Patienten eröffnet ein Feld für die Öffnung des Menschen, um auch seelische Probleme selbst wahrzunehmen und sie auch zu äußern.
Es ist allgemein bekannt, dass sich Menschen leichter tun, körperliche Beschwerden zu benennen als psychische. Oft unterliegen die einem chronischen Leiden zugrunde liegenden Ursachen einem Verdrängungsmechanismus, der dem Betroffenen unbewusst ist.
Nux vomica bei psychischen Störungen
Das homöopathische Arzneimittel Nux vomica wird in der Praxis häufig bei psychischen Störungen gebraucht, die sich aus den Alltagsbelastungen, dem Stress und der Hektik in der Arbeitswelt ergeben. Wir finden einen deutlichen Wirkungsbezug auf das Gemüt und das vegetative Nervensystem, wo das Mittel eine starke Heilkraft entfaltet.
Die Leitsymptome auf der psychischen Ebene:
Nux vomica wird überwiegend für streitbare, jähzornige Menschen mit cholerischem Temperament gebraucht. Sie sind äußerst reizbar gegenüber ihren Mitmenschen. Es besteht z.B. eine Überempfindlichkeit gegenüber Lärm, Zugluft, Gerüchen oder körperlicher Berührung, was durch die starke Überreizung des vegetativen Nervensystems ausgelöst wird. Nervosität, Überarbeitung und ein gehetztes Leben kennzeichnen diesen „Worcoholic“, oftmals mit sitzender Tätigkeit. Der Stress wird tagsüber mit Kaffee, abends mit viel Essen und Alkohol kompensiert. Menschen, die Nux vomica brauchen, machen auch rege Gebrauch von Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmitteln.
Natrium chloratum in der Behandlung psychischer Störungen
Das Kochsalz, das wir täglich in der Küche benutzen, ist die Ausgangssubstanz für dieses wichtige, tiefgreifende homöopathische Arzneimittel. Seine Wirkrichtung ist besonders im Gemütsbereich zu finden und zeigt hier ein charakteristisches Muster:
Leitsymptome auf der psychischen Ebene:
Menschen, die Natrium chloratum benötigen, sind eher ernst, verschlossen, abweisend und depressiv. Sie sind nachtragend und lange von stillem Kummer und dem Verweilen in der Vergangenheit geprägt. Weinen kann er nur im Stillen, nicht vor anderen. Das Weinen erleichtert nicht. Natrium hat als eines der wenigen Mittel das psychische Leitsymptom, dass er nicht getröstet werden mag. Es handelt sich um sehr sensible, kultivierte Menschen, die nicht den Zuspruch von außen suchen, sondern sich eher nach innen kehren, z.B. viel lesen oder Jugendliche sitzen nur noch vor ihrem PC. Geprägt durch seine eigene Sensibilität haben diese Menschen viel Verständnis für andere, Mitgefühl und können andere gut trösten.


